Ian Curtis - Let´s dance to Joy Division
Joy Division war eine der wichtigsten Post-Punk-Bands sowie Wegbereiter der Dark-Wave-Bewegung. Ihren Namen haben Joy Division - die sich zunächst Warsaw nannten - aus einer angeblichen Prostituierten-Riege der Deutschen Wehrmacht abgeleitet, wie sie im Roman "House of Dolls" von Yehiel Feiner beschrieben wird. Ihr erstes Konzert hatten Joy Division 1977 in Manchester. Die Band gewann schnell an Popularität und die Band spielte nicht nur in Groß Britannien ein Konzert nach dem anderen. 1980 spielte die Gruppe bereits eine einmonatige Europa-Tour.
Der Frontman mit Verfallsdatum
Im Mittelpunkt der Band stand ihr Sänger und Gitarrist Ian Curtis, der mit seinem Suizid 1980 - kurz vor einer geplanten Amerika-Tournee - das Ende der Band begründete. Curtis hatte die Vorstellung, dass er vor seinem 30. Geburtstag sterben würde - in Anlehnung an sein Vorbild Jim Morrison, der ebenfalls bereits mit 27 starb - und idealisierte einen frühen Tod sogar. Er nahm viel Drogen und litt zunehmend unter seiner Epilepsie. Diese zeigte sich auch häufig auf der Bühne und Curtis ordnete sie zunächst noch als Symptom seinem Drogenkonsum zu. Zudem hatte Curtis aufgrund seiner Affären starke private Probleme, seine Frau Deborah reichte kurz vor der Tour die Scheidung ein. Dies verstärkte seine Angst zu touren, denn er litt außerdem an Flugangst und befürchtete negative Reaktionen auf seine Epilepsie. Einen Tag vor Beginn der Tour erhängte Ian Curtis sich im Alter von 23 Jahren.
Control
Deborah Curtis - die Witwe Ian Curtis´ schrieb das Buch "Touching from a Distance", welches die Grundlage für den Film "Control" des Niederländers Anton Corbijn ist. Der Film erschien 2007 und konnte zahlreiche Auszeichnungen sammeln. Auch die deutsche Schauspielerin Alexandra Maria Lara spielt in dieser Produktion mit.